7 Gründe, warum man Quinoa essen sollte

Quinoakörner

Quinoa: hier gepufft und als Korn

Das Wunderkorn Quinoa

Gold der Inka, Kiwicha, Quinua, Perureis, Inkakorn, Incan Arrow…all das sind Namen für das Wunderkorn Quinoa.

Bereits seit 6000 Jahren wird es in Südamerika angebaut und ist dort ein Hauptnahrungsmittel neben dem Amaranth. In den Höhen von 4000 m wächst Quinoa ohne Probleme. Da kann keine Maispflanze mehr mithalten.

Hauptanbaugebiete sind in Peru, Bolivien und Ecuador. Jährlich werden etwa 103.418 t Quinoa geerntet (Stand 2013).

Quinoa wird immer beliebter. Es wird als Getreide angesehen, ist aber eigentlich ein Gänsefußgewächs/Fuchsschwanzgewächs. Buchweizen, ein Knöterichgewächs, ist ebenso eine Pseudo-Cerealie.

Das Quinoakorn enthält Bitterstoffe auf seiner Schale, das sogenannte Saponin. Es wirkt blutverdünnend. Kleinkinder sollten darum besser kein Quinoa zu sich nehmen.

Will man Quinoa essen, hat man mehrere Möglichkeiten:

  • Quinoa kaufen, bei dem die Bitterstoffe auf mechanische Methoden bereits entfernt worden sind.
  • Quinoakörner waschen (und evtl. trocknen, wenn man sie mahlen will).
  • Quinoakörner kochen.
  • Bitterstoffarme Sorten von Quinoa kaufen.
  • Geschältes oder bereits verarbeitetes Quinoa kaufen, wie zum Beispiel Quinoa gepufft, gemahlen oder als Flakes.

Quinoa

Quinoa Körner

Quinoa ist gut für uns. Aber warum?

1. Quinoa braucht keinen Dünger, keine Herbizide und keine Pestizide

Quinoa wird in Südamerika angebaut. In den hochgelegenen Andentälern haben Schädlinge von Natur aus so gut, wie keine Chance. Chemisch-synthetische Dünger, Herbizide und Pestizide sind überhaupt nicht notwendig um die Pflanze zu schützen. Die Bitterstoffe auf der Schale sollen ebenfalls verhindern, dass das Korn von Schädlingen befallen wird. Wir essen also ein natürliches und gesundes Korn.

2. Quinoa für die perfekte Ernährung

Quinoa enthält extrem viel hochwertiges Eiweiß, und alle essentiellen Aminosäuren! Das ist einzigartig!

Eisen, Phosphor und besonders viel Kalcium tragen zur gesunden Ernährung bei. Der hohe Lysingehalt ist bewundernswert. Lysin ist gut für unser Bindegewebe, wirkt gegen Infektionen, fördert schöne Haare und das Wachstum von Zellen. Es begünstigt die Aufnahme von Kalzium und stärkt somit unsere Zähne. Wundheilung und Fettstoffwechsel werden positiv beeinflusst. (Quellen siehe unten)

Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g

  • Kalorien 368
  • Protein 14 g
  • Fettgehalt 6 g
  • Gesättigte Fettsäuren 0,7 g
  • Ungesättigte Fettsäuren 3,3 g
  • Kohlenhydrate 64 g
  • Ballaststoffe 7 g
  • Natrium 5 mg
  • Kalium 563 mg
  • Retinol 14 IU
  • Calcium 47 mg
  • Eisen 4,6 mg
  • Vitamin B6 0,5 mg
  • Magnesium 197 mg

(Quelle:Quinoa.info.de)

Besonders für Menschen, die sich Vegetarisch oder Vegan ernähren und Sportler, ist Quinoa optimal, da sie dem Körper fast alles Notwendige geben können.

3. Geschichte erhalten

Quinoa ist schon vor langer Zeit als Wundermittel für Kraft und Gesundheit angesehen worden. Die Inkas in Südamerika verehrten die Pflanze sogar als heilig. In der Kolonialisierung durch die Spanier wurde der Anbau von Quinoa und Amaranth mit dem Tode bestraft. Den Erhalt der Pflanze verdanken wir den Indianern. Bis hin ins 20. Jahrhundert war die Pflanze für uns fast unbekannt, weil sie “unchristlich” genannt wurde.

Erst ein Bericht der NASA machte das “neue Getreide” 1993 international bekannt. Den Bericht kann man sich hier als PDF anschauen: Quinoa: An emerging “new” crop with potential for CELSS

4. Quinoa ist wahnisinnig vielfältig

Nicht nur in Form von Mehl für Brote, Kleingebäck und Feinbackwaren kann Quinoa verwendet werden. Es gibt darüber hinaus auch geflockten und gepufften Quinoa. Als Schrot kann man ihn gut verquellen und wie Reis kann man ihn kochen. Es kann nahezu in jedes Gericht hinzugegeben werden. Auch in Form von Cornflakes wird er als Quinoa-Flakes angeboten.

5. Quinoa als glutenfreier Getreideersatz

Quinoa besitzt KEIN Klebereiweiß. Es ist also für Menschen geeignet, die Sprue oder Zölliakie haben oder den Verzehr von Gluten minimieren wollen. Leider lässt sich dadurch kein gewöhnliches Brot mit großem Volumen backen. Ein alternatives Gebäck, ergänzt mit Reismehl oder Buchweizenmehl, ist aber durchaus möglich.

6. Quinoa ist ein Geschmackserlebnis

Die Gesundheit ist ja wichtig, aber es muss auch schmecken. Quinoa schmeckt leicht herb und intensiv nussig. Der Geschmack ist einzigartig. Durch andere Lebensmittel kann das Aroma beliebig variiert werden. Mit Quinoa gelingen einem Salat, Gemüse und Gebäck, dass man nicht im Supermarkt kaufen kann. Es ist wahrlich etwas Besonderes.

7. Quinoa hilft beim Abnehmen

Quinoa hat einen hohen Nährwert und einen sehr niedrigen glykämischen Index von 35. Das ist optimal für Menschen, die eine gute Figur machen wollen. Die Kohlenhydrate von Quinoa können hervorragend vom Körper verarbeitet werden. Der Blutzuckerspiegel wird nur leicht angehoben. Das verhindert Heißhungerattacken und macht lange satt.

Quinoa

Quinoa gepufft

 

Ich bin begeistert, was dieses Korn alles kann. 7 Gründe, warum man Quinoa essen sollte, habe ich euch jetzt genannt. Wer mehr wissen möchte, kann auch bei den unten genannten Quellen nachlesen. Es gibt noch zahlreiche Studien, Versuche und Details über Quinoa, die sehr interessant sind. Ich finde ein Volk, dass sich seit Jahrtausenden hauptsächlich von einem bestimmtem Nahrungsmittel ernährt, sagt mehr aus, als jede Studie. Aber interessant ist es trotzdem.

Wie immer gilt: Bei der Ernährung gibt es unendlich viele Meinungen. Die einen essen Vegan, die anderen bevorzugen Paleo. Es ist ein Luxus unserer Wohlstandsgesellschaft. Jeder sollte auf seinen Körper hören und tun, was für ihn das Beste ist.

Auf der Suche nach leckeren Rezepten, bin ich auf dem Blog Maras Wunderland gelandet. Einem wunderschönen Blog mit zahlreichen Koch-und Backrezepten. Das Rezept Quinoa mit Zucchini und Feta  hört sich richtig lecker an. Das werde ich als nächstes ausprobieren.

Hier kommt ihr zu meinem Rezept: Quinoabrot Es enthält 28% Quinoa und hat einen einzigartig, intensiven Geschmack.

Quinoabrot2

Quinoabrot

Und nun viel Spaß beim Entdecken des Wunderkorns Quinoa!

 


 

Quellen: Schrot, Korn & Pumpernickel von Franz J. Steffen, Quinoaverpackung von DM, www.lebensmittellexikon.de, www.wikipedia.org, www.fitforfun.de, www.Quinoa.info.de, www.vitalstoffmedizin.com

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